[Rezension] Wintermädchen

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Originaltitel: Wintergirls

Titel: Wintermädchen

Autor: Laurie Halse Anderson

Genre: Roman

Verlag: Ravensburger Buchverlag






In der Silvesternacht leisten die beiden Freundinnen Lia und Cassie einen heiligen Schwur: Sie wollen alles dafür tun, die dünnsten Mädchen der Schule zu sein. Nun ist Cassie tot und für Lia bricht eine Welt zusammen. Doch die Stimmen in ihrem Kopf werden immer lauter. Sie befehlen ihr zu hungern und Lia gehorcht - in ihrem einsamen Kampf gegen sich selbst, ihre Eltern und ihre tote Freundin, die in der Welt der Wintermädchen auf sie wartet.


Die Geschichte beginnt ohne Umschweife und ohne Prolog. Es wird eine Szene geschildert, die für den weiteren Verlauf der Geschichte wichtig ist. Ich habe nicht sofort verstanden, worum es geht. Doch wenn man die ersten paar Seiten liest, kommt man dahinter.

Der Schreibstil der Autorin ist eigentlich recht angenehm zu lesen, trotzdem muss man sich etwas daran gewöhnen. Es werden Gedanken von Lia der Hauptprotagonistin immer wieder hervorgehoben, meistens sind es dieselben. Gespräche werden nicht immer in wörtlicher Rede verfasst, sodass ich manchmal nicht wusste, ob dieses Gespräch nun wirklich stattfindet oder nur im Kopf von Lia abläuft. Generell lässt sich die Geschichte dadurch trotzdem schnell und einfach lesen.

Die Hauptprotagonistin Lia ist bereits volljährig und kann somit auch selbst Auto fahren. Dadurch habe ich mich besser in sie hineinversetzen können, da sie durch das Alter auch entsprechend reif ist. Ihre Gedanken und Handlungen konnte ich dennoch nicht immer nachvollziehen, was wohl hauptsächlich an ihrer Krankheit lag.

Ich hatte das Gefühl, dass die Autorin mithilfe von Spannung und kleinen Thrillerelementen die Geschichte interessanter und aufregender gestalten wollte. Mir persönlich hat dies jedoch nicht zugesagt, da ich somit nicht wusste, was das Hauptthema der Geschichte ist. Dadurch geriet die Krankheit von Lia immer etwas in den Hintergrund, was ich sehr schade fand, denn ich hätte gerne viel mehr über Lia und ihr Leben, ihre Gedanken und Gefühle erfahren. Teilweise hat man dies sehr gut bildhaft gezeigt bekommen, allerdings waren diese Gedanken oder Halluzinationen oder wie man es nennen mag, sehr verworren und verrückt, wodurch mich diese Schilderungen manchmal etwas verwirrten.

Die anderen Protagonisten wurden ausreichend beschrieben und waren charakterlich sehr unterschiedlich, wodurch man sie gut voneinander unterscheiden konnte. Es gab allgemein nicht so viele Protagonisten in dem Buch.

Im großen und ganzen war es ein gutes Buch. Man bekam einen guten Einblick in das Leben eines Mädchens, welches in dieser Krankheit gefangen ist, auch wenn es nicht immer authentisch gewirkt hat. Es war interessant und schockierend. Ich hoffe, dass es diese Krankheit irgendwann nicht mehr geben wird, denn niemand hat es verdient, gegen sie kämpfen zu müssen.


Ein Buch, dass ein sehr wichtiges Thema behandelt!



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