[Rezension] Mitra - Magisches Erbe


Titel: Mitra - Magisches Erbe

Originaltitel: Mitra - Magisches Erbe

Autor: Björn Beermann

Genre: Fantasy

Verlag: tredition

Trilogie / 1. Band



Das hat sich die sechzehnjährige Mitra anders vorgestellt. Sie wollte in Hamburg ein neues und normales Leben beginnen. Doch nun muss sie sich zusätzlich zu ihrer Ausbildung mit ihrer magischen Gabe, einem nervigen Hausgeist und zwei Kerlen herumschlagen. Und dann wird sie auch noch in einen alten Kampf um Macht und Magie zwischen den Elementen hineingezogen, den nur sie wieder befrieden kann. Nur gut, dass sie in Aggy eine echte Freundin hat, die mit ihrer speziellen Art Mitra durch dieses Chaos begleitet.



Die Gestaltung des Buchcovers ist wunderschön. Es hat meine Aufmerksamkeit sofort geweckt. Die Farben harmonieren wunderbar miteinander und die feinen filigranen weißen Zeichnungen lassen das Buchcover magisch wirken.

Die Inhaltsangabe des Buches, die sich wirklich interessant anhört, hat mich auf die Geschichte neugierig gemacht.

Der Einstieg in die Geschichte fällt sehr leicht, da der Schreibstil wirklich einfach gehalten ist. Dadurch lässt sich die Geschichte auch wirklich schnell lesen. Die Ausdrucksweise des Autors hat mir jedoch leider nicht immer zugesagt. Die Geschichte beginnt mit einem Prolog, der einen kleinen Einblick auf das Hauptthema der Geschichte gibt. Anschließend beginnt die Geschichte richtig, indem von Mitra, der Hauptprotagonistin, erzählt wird.

Mitra war mir im großen und ganz sympathisch und ich konnte ihr Verhalten meistens nachvollziehen, jedoch nicht immer. Ich konnte mich ein wenig mit ihr identifizieren, da sie eine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement beginnt, die ich nun bald abgeschlossen habe.
Trotzdem konnte Mitra mich nicht komplett überzeugen, da mir einfach schlichtweg die Tiefe der Charaktereigenschaften gefehlt haben. Aber so erging es mir auch mit all den anderen Protagonisten. Mir waren sie leider alle viel zu wenig ausgearbeitet und dadurch zu oberflächlich beschrieben. Ich konnte mich nicht in sie hineinversetzen und mit ihnen mitfühlen, hoffen und bangen, denn dazu hat mir leider der Bezug zu den Protagonisten gefehlt.

So erging es mir leider auch bei der Geschichte. Sie war interessant, dem kann ich nicht widersprechen, doch Spannung konnte ich leider keine fühlen. Auch hier war mir alles zu oberflächlich beschrieben. Mir hat die Tiefe der Geschichte gefehlt, die mich sonst fesselt und nicht mehr los lässt und bei mir ein Chaos der Gefühle hinterlässt oder zumindest Spannung in die Geschichte bringt. Die Geschehnisse plätscherten vor sich hin, ohne das ich mitfiebern konnte, ohne dass ich Angst um die Protagonisten bekam, obwohl sie in eine brenzlige Situation geraten. Es entstanden einige gefährliche Szenen, doch sie konnten mich nicht mitreißen oder bangen lassen.

Nach einigen Seiten wirft die Geschichte viele Fragen auf. Leider werden diese nur sehr langsam oder gar nicht beantwortet, was mich nach einiger Zeit nervte, da ich dadurch ewig brauchte, um die Geschichte zu verstehen bzw. um zu erkennen, worum es in der Geschichte gehen soll bzw. was das Hauptthema ist. Diese vielen ungeklärten Fragen, diese Ungewissheit machte mich ganz hibbelig, wodurch ich mir schwer tat, in Ruhe die Geschichte weiterzulesen.

Leider war ich von der Namensgebung des Autors nicht immer zufrieden. Es gab eine ganze Gruppe an Protagonisten, deren Vornamen mit dem Buchstaben M beginnt. An sich keine schlechte Idee, doch bei so vielen Protagonisten ging mir das allmählich auf die Nerven.

Die Geschichte ist in viele recht kurze Kapitel eingeteilt, die immer einen Titel haben. Leider haben mir die Titel nicht zugesagt, da ich sie teilweise einfallslos, aber auch unpassend empfand. Unpassend vielleicht in dem Sinne von sie klangen zu kindisch bzw. verrieten zu viel über das nächste Kapitel.


Alles in allem eine Geschichte mit viel Potenzial, doch dieses wurde leider nicht vollends ausgeschöpft. Es konnte meine Erwartungen leider nicht vollends treffen.
Als leichte lockere Lektüre für zwischendurch kann ich das Buch weiterempfehlen.




Ich bedanke mich recht herzlich bei Björn Beermann und dem tredition Verlag für das Rezensionsexemplar! :)

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