[Rezension] Carrie



Titel: Carrie

Originaltitel: Carrie

Autor: Stephen King

Genre: Roman

Verlag: Bastei Lübbe





Carrie war schon immer anders. Wegen ihrer unbeholfenen Art ist sie in der Schule eine Außenseiterin und wird gnadenlos gehänselt. Zu Hause leidet sie unter dem religiösen Fanatismus ihrer Mutter. Nur ein einziges Mal fühlt sich Carrie so wie alle anderen Mädchen: Als sie zum Schulball eingeladen wird. Doch der Abend endet nach einem grausamen Streich in einer Katastrophe. Denn Carrie ist beseelt von einer unheimlichen Gabe. Einer Gabe, die sie ein Inferno entfesseln lässt, gegen das die Hölle wie ein lieblicher Garten Eden aussieht...



Der Einstieg in die Geschichte ist einfach und verständlich. Es wird in einem kurzen Abschnitt eine Situation aus der Vergangenheit erzählt, bevor es schließlich mit der eigentlichen Geschichte losgeht. 


Der Schreibstil des Autors ist in diesem Buch sehr angenehm zu lesen und durchaus verständlich. Man merkt nur hin und wieder, dass die Geschichte schon vor einigen Jahren niedergeschrieben wurde, doch das störte mich keineswegs. Im Gegenteil, es hat mir das Gefühl gegeben, ein wichtiges Buch des Autors, welches schon beinahe ein Klassiker ist, die verdiente Aufmerksamkeit zu geben. 

Die Geschichte ist von Anfang an interessant und es gibt keine lange Vorgeschichte, sondern alles wichtige, was man wissen muss, wird erzählt. Und das macht die Geschichte aus. Ich würde nun sagen, nachdem ich das Buch gelesen habe, dass die Geschehnisse nicht gruselig sind oder zumindest nur sehr wenig. Das einzige was ich dazu sagen kann, ist, es ist erschreckend. Ich konnte mehrmals einfach nicht glauben, was in der Geschichte passierte. 

Carrie tut mir einfach so unfassbar leid! Sie musste so viele Qualen, Spott und Leid ertragen, ich persönlich kann es nachvollziehen, dass sie schließlich so gehandelt hat. Ihr blieb gar keine andere Möglichkeit. Es musste aus ihr heraus. Durch die vielen Jahre, in denen sie das alles ertragen musste, hatte sich einiges in ihr angesammelt, das früher oder später hinaus musste. Ihr wurde ein perfekter Anlass dazu gegeben. Sie konnte wohl gar nicht anders handeln, es geschah wie von selbst. Und durch ihre Gabe, die sie besaß, wurden die Ausmaße einfach nur noch gewaltiger. 

Ich konnte mir während des Lesens alles sehr bildlich vorstellen, das machte manche Szenen wirklich gruselig. Besonders eine Szene ist mir in Erinnerung geblieben, die mich gefühlt zu Tode erschreckt hat. Es hat sich einfach so echt angefühlt. Richtig unheimlich. Ich hatte an dieser Textstelle wirklich Angst. 

Auch die Charaktere konnte ich mir nahezu bildlich vorstellen. Als würde beim Lesen ein Film ablaufen. Die Charaktere waren alle so unterschiedlich und so gut ausgearbeitet, sodass ich das Gefühl hatte, ich habe diese Menschen in der Geschichte wirklich mal gekannt. 

Während die Geschichte erzählt wird, gibt es immer wieder Ausschnitte von Zeugen und Zeitungsartikel, die nach der Katastrophe entstanden sind. Man erhält dadurch quasi immer wieder eine kleine Vorschau in die Zukunft, in der alles vorbei ist. Diese Ausschnitte und Zeitungsartikel machen neugierig, man möchte erfahren, was überhaupt passiert ist, wie die Ausschnitte und Zeitungsartikel zustande gekommen sind. Was passiert sein muss, damit so über die Katastrophe berichtet wurde. 

Und wenn du denkst, das ist heftig, liest du eine Seite weiter und es wird noch heftiger. Und so geht es immer und immer weiter bis du dann irgendwann zum Ende kommst. Und dann bist du einfach nur noch so geschockt, dass du es kaum glauben kannst und vor dich hinstarrst und überlegst, was da in der Geschichte alles gerade passiert ist und du eine Weile brauchst, bis du wieder in der Realität angekommen bist. 

Dadurch gewinnt die Geschichte auch an Spannung, doch alleine die Geschichte an sich, ohne die Ausschnitte und Zeitungsartikel, ist durchgehend spannend, man möchte immer weiter- und weiterlesen, um herauszufinden, wie alles geschehen konnte und auch wenn es einen davor graut, die Wahrheit zu erfahren, fesselt einen die Geschichte so sehr, dass man sich nicht befreien kann. 

Die Geschichte ist nicht in Kapitel eingeteilt, sondern wird von den Ausschnitten und Zeitungsartikeln immer wieder unterbrochen und danach schließlich wieder weitergeführt. Aber sie ließ sich trotzdem sehr schnell und einfach lesen. 

Jetzt im Nachhinein kann ich verstehen, warum viele sagen, dass dieses Buch das Meisterwerk von Stephen King ist. Ich kann dem zustimmen. Es ist ein wirklich gutes Buch und ich kann es jedem weiterempfehlen, der gerne gruselige Geschichten liest. 

Ich werde definitiv noch weitere Werke von dem Herrn King lesen und ich freue mich schon jetzt sehr darauf!

Ein wirklich gutes Buch!
Ich kann es definitiv weiterempfehlen.



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