[REZENSION] Totenmaske




Titel: Totenmaske

Autor: Helene Henke

Genre: Kriminalroman

'Bestatterin Zoe Lenz - Reihe' / 1. Band
(Ineinander abgeschlossene Geschichten)






Zoe versteht es meisterhaft, Verstorbene für das Begräbnis herzurichten. Respektvoll bereitet sie die Verstorbenen für ihre "letzte Reise" vor und macht sich schnell einen Namen als jüngste Bestatterin. Als eines Tages Boris, ein junger Mann von zweifelhaftem Ruf und seine zwei Freunde auf ihrem Behandlungstisch landen, keimt ein schrecklicher Verdacht in Zoe. Das BKA ermittelt. Die Stimmung im Dorf gleicht einem Hexenkessel, als Zoe plötzlich spurlos verschwindet.


Das Cover des Buches gefällt mir sehr gut. Es ist mal ein ganz anderes Motiv, passt aber super zum Inhalt des Buches. Es lässt auf eine gruselige Geschichte deuten und die grauen Farben lassen es düster wirken.

Ich konnte mich gut in die Geschichte einfinden, obwohl der Schreibstil der Autorin niveauvoll und auch etwas poetisch ist. Ich gewöhnte mich aber mit der Zeit an den Schreibstil, wodurch ich das Buch dann doch recht schnell und flüssig lesen konnte.


Das Buch ist von der ersten Seite an interessant geschrieben und es kommt eine unterschwellige Spannung auf, wodurch ich immer weiter lesen wollte. Hin und wieder geschahen auch Ereignisse, die richtig spannend waren und einen geradezu fesselten. Der Showdown am Ende hat mir leider etwas gefehlt. Es war einer vorhanden, keine Frage, aber er war mir zu schwach.

Obwohl das Buch als Kriminalroman betitelt wird, ist es kein normaler, wie ich finde. Nach meiner Erfahrung stehen immer Ermittlungsteams im Vordergrund, die Gewalttaten aufklären. In diesem Buch haben wir die Bestatterin Zoe als Hauptprotagonistin und den Kriminalbeamten Leon, der zusammen mit Zoe unerwartet auf Spurensuche geht und sozusagen das Ermittlerduo darstellt. Diese Aufstellung gefiel mir sehr gut, da es neu und erfrischend ist, mal nicht die typischen Ermittlungsteams zu haben und es für mich auch interessanter ist, die Geschichte zu lesen.

Die Protagonisten hatten alle ihre eigene Persönlichkeit. Jeder war vom Charakter her anders. Die Hauptprotagonisten waren mir sympathisch, vor allem Zoe gefiel mir. Dadurch, dass sie in meinem Alter ist, konnte ich sie gut nachvollziehen und bewunderte sie des Öfteren für ihre Reife.

Die Kapitel sind leider recht lang, wodurch ich manchmal damit zu kämpfen hatte, ein Kapitel zu beenden. Man bekommt deswegen das Gefühl, dass man nicht voran kommt mit dem Lesen.

Die Erzählperspektive, die immer wieder zwischen den beiden Hauptprotagonisten wechselte, gefiel mir sehr gut. Diese brachte Abwechslung und auch nochmal Spannung mit in die Geschichte rein.

Ich fieberte mit den Hauptprotagonisten mit, rätselte, was wirklich passiert ist und wurde von der Geschichte geradezu mitgezogen, als wäre ich dabei.

Alles in allem hat mir das Buch wirklich gut gefallen! Ich kann es auf jeden Fall Krimifans weiterempfehlen, aber auch für Thriller-Leser ist es wirklich lesenswert.



Ein gelungenes Buch mit einem etwas anderem Ermittlungsteam :)





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